Gullygerds Reisen

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"Wenn der Hans zur Schule ging, stets sein Blick am Himmel hing ..."
Wie dem Hans Guck-in-die-Luft ging es wohl vielen Drainspottern*, bevor sie auch mal auf den Boden guckten und dabei die Vielfalt der Schachtabdeckungen entdeckten.
Irgendwann fiel mir auf, dass es in meiner Heimatstadt Hamburg nicht nur betongefüllte DIN-Schachtdeckel gab, sondern rund um den Rathausmarkt und an der Alster das Stadtwappen die Deckel zierte.
Und das offensichtlich schon seit etlichen Jahren, wie die eingeprägten Jahreszahlen beweisen. In dieser Zeit haben die Deckel - vermutlich auch durch unterschiedliche Hersteller - das  Aussehen verändert.
Plötzlich stellt man fest, dass es aber nicht nur das Hamburg-Wappen als Muster gibt. Und dass ein Stadtwappendeckel erst recht keine Hamburger Erfindung ist! Und schon ist der Sammlerinstinkt geweckt!
2006 entdeckte ich dann viele Motivdeckel bei einer Reise entlang der norwegischen Südküste und zwei Jahre später bei einer Tour zum Nordkap. Von da an hatte mich die Sammelleidenschaft vollends gepackt!
Wie mir geht es vielen, die mit unterschiedlicher Motivation auf die Suche nach Schachtdeckeln gehen, im Volksmund auch Gullydeckel genannt. Laut Duden ist dies aber "ein in die Straßendecke eingelassener Sinkkasten, durch den die Straßenabwässer in die Kanalisation abgeführt werden". Dagegen sind die von mir und vielen Gleichgesinnten fotografierten Platten die Abdeckungen für Schächte in die Unterwelt, die vielfach gar keine Löcher und wenn doch, zur Be- und Entlüftung aufweisen. Aber auch die kleineren runden und ovalen Deckel - sogenannte Kappen - für Absperrschieber oder Hydranten sind willkommene Fotomotive.
Mein Ziel ist es aber nicht, möglichst viele Deckel in die Sammlung aufzunehmen. Ich sammle seit 2006 auf unseren Reisen (fast) ausschließlich nur Deckel mit Stadtwappen oder -namen, die ich auch selbst fotografiert habe. Auf diesen Seiten werden 420 davon vorgestellt. Fünf Ausnahmen finden sich unter "Dies & Das".
Wer sich ein umfassendes Bild der Deckelvielfalt machen möchte, findet dies bei den weltweit verteilten Sammlern, die bei http://www.manholecovers.de/ gelistet werden. Dabei sei ganz besonders auf die Sammlung von Kristian Marten hingewiesen, die neben den Fotos von über 5000 (!) Deckeln auch ausführliche Informationen zum Thema bereitstellt! Auch Andrea Pietsch zeigt auf ihrer Homepage schachtdeckel.de über 2.500 Deckel verschiedener Fotografen!
In der Schweiz gibt es sogar einen Verein, der sich intensiv mit den Schachtdeckeln - dort "Dolen" genannt - beschäftigt: www.dolologie.ch

Viele der weltweit vertretenen Sammler*Innen präsentieren ihre Deckel mittlerweile nur noch auf Instragram (was aber leider keine Suchmöglichkeit bietet).
Pavel Šuba stellt bei Instagram unter "sewercover" täglich einen neuen Deckel ein und betreibt mit sewer-cover.com aber auch eine Homepage.
Ebenfalls auf Instagram zeigen Corinna Brähler unter "gulli_vers_reisen" und Daniel Kalweit unter "deckel_kalle" künstlerisch anspruchsvolle Sammlungen in s/w- und Farbfotografien. Über den Hashtag #manholecover oder #gullydeckel findet man bei Instagram mehr als 100 Sammlungen.

Eine ganz andere Art, Schachtdeckel zu sammeln und zu dokumentieren, hat Alex Fischer für sich entdeckt und auf YouTube veröffentlicht.

Ich wünsche allen Besuchern dieser Seite nun eine spannende Reise durch die Tore zur Unterwelt.

Neue Deckel 2021
8.2.2021:
Dannenberg, Niebüll, Salzwedel / 9.2.2021: Hamburg - Stadthöfe / 22.3.2021: Stuttgart, Pfullendorf / 21.6.2021: Travemünde II /
28.7.2021: Bad Salzschlirf, Winsen/Luhe, Erklärung Logo Lüneburg,
Neue Deckel 2022
5.1.2022:
Celle, Sassenberg (NRW), Warendorf (NRW) / neue Rubrik "Hamburg > Tankstellen"
12.2.2022: Niendorf/Ostsee, Hamburg (privat, coloriert)

*Drainspotter = Kunstwort aus den englischen Wörtern "drain" = Entwässern und "spot" = beobachten; in Anlehnung an "Trainspotter" (Fotografen von Eisenbahnen) oder "Planespotter" (Fotografen von Flugzeugen). Ein Spotter ist eine Person, die sich mit dem gezielten Beobachten von Objekten oder Phänomenen, dem sogenannten Spotting (von engl. to spot „beobachten, ausmachen, erkennen, sichten, orten, lokalisieren“), beschäftigt. (lt. Wikipedia)

PS. Für wiederkehrende Besucher der Hinweis, dass mit Neugestaltung der Homepage die Einzelseite pro Ort entfallen ist. Ebenso gibt es die Verküpfung des Ortsnamens mit Wikipedia bzw. GoogleMaps nicht mehr. Wer sich tiefer über Ort und Symbolik des Wappens informieren möchte, rufe bitte den Ortsnamen in Wikipedia auf.
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